Verpflichtung
Während es im Showbusiness fast an der Tagesordnung ist, dass man sich ehrenamtlich engagiert - leuchtendes Beispiel ist sicher Angelina Jolie - hört man aus dem Bereich der sogenannten E- Musik leider viel weniger von solchem Engagement. Ist das nun nicht so verbreitet, oder gibt es das auch und wird einfach nicht so gross darüber berichtet?
Zum einen haben die Medien sicher kein so grosses Interesse, wenn eine Musikerin oder ein Musiker in der Freizeit noch eine Bigband mit jugendlichen Arbeitslosen leitet. Zum anderen arbeiten Berufsmusikerinnen und Berufsmusiker neben ihrer Tätigkeit im Orchester oder als Solist oft auch als Musikpädagogen und geben so ein Teil ihres Wissens und ihrer Erfahrung weiter. Viele von ihnen haben neben ihrer Stelle im Orchester oft eine feste Anstellung an einer Musik- Schule oder Hochschule und wollen dann in ihrer Freizeit nicht auch noch im musikpädagogischen Bereich tätig sein.
Aber gerade darin besteht eine grosse Verpflichtung. Wir Berufsmusikerinnen und Berufsmusiker dürfen nicht nur dann unser Wissen und unsere Erfahrung weitergeben, wenn alles mit Geld aufgewogen wird. Haben wir die Möglichkeit, müssen wir auch in unserer Freizeit immer wieder versuchen, Menschen jeden Alters die unversiegbare Quelle der Erbauung durch die Musik zugänglich zu machen!
Monday, February 19, 2007
Sunday, February 11, 2007
Musik und ihre Wirkung
Musik hat in jedem Fall positive Auswirkungen auf die gesamte Entwicklung des Menschen, viele Wissenschafter sind der Überzeugung, dass diese Wirkung bereits im embryonalen Stadium einsetzt. Vom ersten Lebenstag an fördert intensive Musikerziehung die soziale Kompetenz und die Intelligenz. Kinder, die gemeinsam musizieren, gehen anders miteinander um als solche, die das selten oder gar nie erleben dürfen. Gewalt und Aggressionspotentiale werden durch das Musizieren gemindert, meist sogar komplett abgebaut. Musik schärft die Sinne und erhöht die Aufnahmebereitschaft. Dabei werden Lern- und Leistungswille intensiv unterstützt.Diese positiven Ergebnisse fand der deutsche Intelligenzforscher Günther Bastian in einer Langzeitstudie an Berliner Grundschulen. Mit ausgetüftelten Testverfahren wurden sechs Jahre lang Grundschüler in ihrer Entwicklung verfolgt. In Modellklassen hatten die Schüler sehr viel Musikunterricht. Ausserdem lernten sie ein Instrument spielen und musizierten gemeinsam im Orchester. Verglichen wurden diese Schüler mit Gleichaltrigen, die nur den vom Lehrplan vorgeschriebenen Musikunterricht hatten. Die Entwicklung ausgewählter Persönlichkeitsmerkmale wurde im Verlauf der Studie immer wieder getestet. Die intensive Beschäftigung mit Musik besitzt eine Schlüsselfunktion für verschiedenste Intelligenzleistungen.
Musizieren erfordert den Einsatz von Verstand, Beweglichkeit, Gefühl und Wahrnehmung.
Bei keiner anderen Tätigkeit muss ein Kind so viele Entscheidungen gemeinsam treffen.
Musik darf nicht dem Zweck allein dienen - Musik soll Spass machen! Und davon müssen alle Kinder profitieren können!
Musik hat in jedem Fall positive Auswirkungen auf die gesamte Entwicklung des Menschen, viele Wissenschafter sind der Überzeugung, dass diese Wirkung bereits im embryonalen Stadium einsetzt. Vom ersten Lebenstag an fördert intensive Musikerziehung die soziale Kompetenz und die Intelligenz. Kinder, die gemeinsam musizieren, gehen anders miteinander um als solche, die das selten oder gar nie erleben dürfen. Gewalt und Aggressionspotentiale werden durch das Musizieren gemindert, meist sogar komplett abgebaut. Musik schärft die Sinne und erhöht die Aufnahmebereitschaft. Dabei werden Lern- und Leistungswille intensiv unterstützt.Diese positiven Ergebnisse fand der deutsche Intelligenzforscher Günther Bastian in einer Langzeitstudie an Berliner Grundschulen. Mit ausgetüftelten Testverfahren wurden sechs Jahre lang Grundschüler in ihrer Entwicklung verfolgt. In Modellklassen hatten die Schüler sehr viel Musikunterricht. Ausserdem lernten sie ein Instrument spielen und musizierten gemeinsam im Orchester. Verglichen wurden diese Schüler mit Gleichaltrigen, die nur den vom Lehrplan vorgeschriebenen Musikunterricht hatten. Die Entwicklung ausgewählter Persönlichkeitsmerkmale wurde im Verlauf der Studie immer wieder getestet. Die intensive Beschäftigung mit Musik besitzt eine Schlüsselfunktion für verschiedenste Intelligenzleistungen.
Musizieren erfordert den Einsatz von Verstand, Beweglichkeit, Gefühl und Wahrnehmung.
Bei keiner anderen Tätigkeit muss ein Kind so viele Entscheidungen gemeinsam treffen.
Musik darf nicht dem Zweck allein dienen - Musik soll Spass machen! Und davon müssen alle Kinder profitieren können!
Tuesday, November 28, 2006
Jeder Mensch hat eine Begabung für die Musik
Es ist sehr unklar, wann von einer Begabung für die Musik gesprochen werden kann und auch in der Wissenschaft herrscht darüber ganz und gar keine einheitliche Meinung.
Wenn ein Kind hervorragende Leistungen auf einem Musikinstrument vollbringt, wird oft von hoher Begabung für die Musik gesprochen. Es ist allerdings eine Definitionsfrage und damit relativ, was unter "hervorragender Leistung" verstanden wird.
Jedes Kind besitzt eine ausbildungsfähige Begabung für die Musik, die auch würdig ist, ausgebildet zu werden, genauso wie jedes Kind auch geistige Fähigkeiten besitzt und Intelligenz hat, die ausbildungswürdig ist.
Es ist natürlich klar, dass das Mass an Begabung für die Musik sehr unterschiedlich sein kann.
Nur ganz wenige sind sogenannt hochbegabt, umgekehrt gibt es sicher nur ganz wenige, die kaum begabt sind auf dem Gebiet der Musik. Im Unterschied zum Bereich der allgemeinen Intelligenz, wo dann von Hochbegabung gesprochen wird, wenn in einem Intelligenztest Werte von 130 IQ-Punkten und mehr erreicht
werden, gibt es keine entsprechenden wirklich "objektiven" oder anerkannten Massstäbe im Bereich der Begabung für die Musik. Es gibt zwar auch Tests, sie erlauben aber nur in sehr beschränktem Masse Aussagen über den Grad einer Begabung, weil sie sich ausschliesslich auf die Messung der Hörfähigkeiten beschränken.
Allgemein kann die Aussage gelten, dass eine Begabung für die Musik das individuelle Potenzial ist, Musik zu erleben, zu verstehen und Musik mit einem Instrument oder der eigenen Stimme zu produzieren oder sie als Komponist aufzuschreiben. Diese Fähigkeiten im Bereich der Musik entstehen aus dem Zusammenspiel von angeborenen Anlagen, den Einwirkungen durch die Erziehung, die Bildung, Erfahrungen und selbstiniziierten Aktivitäten wie das Üben.
Jeder Mensch wird mit diesen Fähigkeiten zur Musik geboren, genauso wie wir mit der Fähigkeit zur Sprache geboren werden!
Es ist sehr unklar, wann von einer Begabung für die Musik gesprochen werden kann und auch in der Wissenschaft herrscht darüber ganz und gar keine einheitliche Meinung.
Wenn ein Kind hervorragende Leistungen auf einem Musikinstrument vollbringt, wird oft von hoher Begabung für die Musik gesprochen. Es ist allerdings eine Definitionsfrage und damit relativ, was unter "hervorragender Leistung" verstanden wird.
Jedes Kind besitzt eine ausbildungsfähige Begabung für die Musik, die auch würdig ist, ausgebildet zu werden, genauso wie jedes Kind auch geistige Fähigkeiten besitzt und Intelligenz hat, die ausbildungswürdig ist.
Es ist natürlich klar, dass das Mass an Begabung für die Musik sehr unterschiedlich sein kann.
Nur ganz wenige sind sogenannt hochbegabt, umgekehrt gibt es sicher nur ganz wenige, die kaum begabt sind auf dem Gebiet der Musik. Im Unterschied zum Bereich der allgemeinen Intelligenz, wo dann von Hochbegabung gesprochen wird, wenn in einem Intelligenztest Werte von 130 IQ-Punkten und mehr erreicht
werden, gibt es keine entsprechenden wirklich "objektiven" oder anerkannten Massstäbe im Bereich der Begabung für die Musik. Es gibt zwar auch Tests, sie erlauben aber nur in sehr beschränktem Masse Aussagen über den Grad einer Begabung, weil sie sich ausschliesslich auf die Messung der Hörfähigkeiten beschränken.
Allgemein kann die Aussage gelten, dass eine Begabung für die Musik das individuelle Potenzial ist, Musik zu erleben, zu verstehen und Musik mit einem Instrument oder der eigenen Stimme zu produzieren oder sie als Komponist aufzuschreiben. Diese Fähigkeiten im Bereich der Musik entstehen aus dem Zusammenspiel von angeborenen Anlagen, den Einwirkungen durch die Erziehung, die Bildung, Erfahrungen und selbstiniziierten Aktivitäten wie das Üben.
Jeder Mensch wird mit diesen Fähigkeiten zur Musik geboren, genauso wie wir mit der Fähigkeit zur Sprache geboren werden!
Friday, November 10, 2006
Begabung für die Musik?
Diese Frage höre ich immer wieder, wenn Eltern ihre Kinder aus den Musiklagern von Artesono abholen: Ist mein Kind musikalisch?
Die Antwort ist nie einfach, beginnt bei mir aber sicher so ähnlich, wie Ferruccio Busoni sie begonnen hätte.
Einem Kind, das eine spezielle Gabe hat mit Zahlen umzugehen, wird niemand attestieren, es sei sehr mathematisch, genauso wenig wie es jemandem in den Sinn kommen würde, Albert Einstein als sehr physikalischen Menschen zu bezeichnen...
Aber woran ist denn eine Begabung für die Musik erkennbar?
Am “absoluten Gehör“?
Zum einen gibt es das so genannte “absolute Gehör“ gar nicht in absoluter Form und zum anderen hat das auch gar nicht viel mit dem Gehör, sondern mit dem Erinnerungsvermögen zu tun. Und: Es gibt keinen spezifischen Zusammenhang zwischen gutem Erinnerungsvermögen und einer Begabung zum Musik machen. Selbst Musikerinnen und Musiker, die es nicht schaffen, auch nur zehn aneinanderfolgende Takte auswendig zu spielen, können sehr wohl ausdrucksstark musizieren.
Eine Begabung kann in einem Kind schlummern und braucht nur geweckt werden. Oft passiert das von alleine und ein Kind hat eine besondere Freude an der Musik. Es kann aber auch entwickelt werden, denn auch ein Kind, das kein grundsätzliches Interesse an der Musik hat, kann motiviert und begeistert werden.
Diese Frage höre ich immer wieder, wenn Eltern ihre Kinder aus den Musiklagern von Artesono abholen: Ist mein Kind musikalisch?
Die Antwort ist nie einfach, beginnt bei mir aber sicher so ähnlich, wie Ferruccio Busoni sie begonnen hätte.
Einem Kind, das eine spezielle Gabe hat mit Zahlen umzugehen, wird niemand attestieren, es sei sehr mathematisch, genauso wenig wie es jemandem in den Sinn kommen würde, Albert Einstein als sehr physikalischen Menschen zu bezeichnen...
Aber woran ist denn eine Begabung für die Musik erkennbar?
Am “absoluten Gehör“?
Zum einen gibt es das so genannte “absolute Gehör“ gar nicht in absoluter Form und zum anderen hat das auch gar nicht viel mit dem Gehör, sondern mit dem Erinnerungsvermögen zu tun. Und: Es gibt keinen spezifischen Zusammenhang zwischen gutem Erinnerungsvermögen und einer Begabung zum Musik machen. Selbst Musikerinnen und Musiker, die es nicht schaffen, auch nur zehn aneinanderfolgende Takte auswendig zu spielen, können sehr wohl ausdrucksstark musizieren.
Eine Begabung kann in einem Kind schlummern und braucht nur geweckt werden. Oft passiert das von alleine und ein Kind hat eine besondere Freude an der Musik. Es kann aber auch entwickelt werden, denn auch ein Kind, das kein grundsätzliches Interesse an der Musik hat, kann motiviert und begeistert werden.
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